"Stupid Linking Policies" (mit einer Vielzahl weiterführender Links zu "Linkverboten" und Artikeln hierüber).

Hieran anknüpfend nun Stephan Ott unter www.linksandlaw.de und www.linksandlaw.com

Und zur Rechtsproblematik bereits hier im blawg unter Hinweis auf diese fundamentalen Grundgedanken über Links von Tim Berners-Lee.

Kommentar:

Vertauschte Rollen

Akzeptiert nicht derjenige, der im Internet veröffentlicht, zunächst einmal zwangsläufig, dass auf seine Seiten verlinkt werden kann und wird? Und ist es dann nicht umgekehrt seine Sache, dafür Sorge zu tragen, dass Deep-Links auf untergeordnete Seiten, soweit sie unerwünscht sind, technisch ausgeschlossen werden, etwa durch passwortgeschützte Bereiche?

Wer anders agiert und anderen Beschränkungen in der Verlinkung gewöhnlicher Seiten aufzuerlegen versucht, widersetzt sich damit einem Grundprinzip des World Wide Web, nämlich der Zulässigkeit der Verlinkung als Basis der mit dem Internet bezweckten freien Informationsverbreitung - die nur durch die allgemeinen Gesetze, nicht aber durch private Nutzungsbedingungen beschränkt werden können sollte.

Ende des Kommentars.

Aus der Praxis:

Die Linkpreisliste von "Spargeräte.de", auch wenn sie nur als ein - zu weit gehender - Versuch gemeint sein dürfte, die gewerbliche Verwertung des Urheberrechts der Anbieter abzusichern.
[via spuelzilla mit weiteren Quellen, Links und Infos]



link me   

  

variante

was ich noch zu dieser spaßgeräte-angelegenheit sagen wollte:

eine weitere möglichkeit links zu verbieten UND gleichzeitig den gepflogenheiten des netzes (eigentlich ihr hauptbestandteil) zu folgen, wäre, wenn man die links unterscheidet. allgemeine links wie in artikeln, die über diese materie berichten (von der professionellen nachrichtenagentur bis hin zum alltäglichen weblog kann das alles sein) wären normal und gestattet (bzw. nicht verboten) und die andere art von links (die sorte, die der betreiber von spargeraete.de erwähnt, also links, die genutzt werden, um das eigene webangebot interessanter zu gestalten oder meinetwegen auch generell alle links zu seinem angebot von kommerziellen seiten aus) wären dann gebührenpflichtig. die freeware-("free for personal use" aber kostenpflichtig für den gewerblichen einsatz)-idee.

allerdings handelt es sich hier immernoch um links, und die sind einfach zu banal.




Google per Abo?

Nur auf den ersten Blick und theoretisch erscheint Ihre Variante vernünftig, denn

  1. Soll das Netz eine rein private Angelegenheit werden, weil nur noch Private kostenfreie Links setzen dürfen?

  2. Sollen gewerbliche Seiten für gesetzte Links bezahlen? Wenn ja - wann und wieviel wohin?

  3. Und wann ist dann eine Seite "gewerblich" in diesem Sinne?

  4. Trifft das nicht schon für eine Suchmaschine zu, die ja am Ende nicht nur idealiter betrieben wird? Und wer bezahlt dann die Honorare, die dort anfallen? Hieße das nicht am Ende: Google nur noch per Abo?
    ...

Dagegen besteht schon heute Schutz von Inhalten, die - ob gewerblich oder nicht - in andere Sites integriert werden, und damit den Anschein erwecken, von dem Anbieter zu stammen, oder sonst gewerblich genutzt werden: nämlich das gewöhnliche Urheberrecht.
Und um die danach dem Urheber zustehenden Rechte geht es Spargeräte.de letztlich offenbar auch. Nur müssen solche Rechte eben im Rahmen der tatsächlichen Gegebenheiten und rechtlichen Möglichkeiten wahrgenommen werden.
Wer aber im Internet ohne Zugangsschutz veröffentlicht, kann meines Erachtens nicht gleichzeitig verbieten, dass auf die frei zugängliche Site durch einen Link hingewiesen und diese gelesen wird.

Ihr Kommentar steht übrigens noch hier - ich habe allerdings den hiesigen Artikel insgesamt überarbeitet, danach neu publiziert und die Verknüpfung entsprechend angepasst.

... link


theoretisch

ich bin voll und ganz ihrer meinung. mit meiner variante da oben hatte ich nur versucht, der logik des spaßgeräte-betreibers entgegenzukommen, aber ohne erfolg: das mistding weicht immer wieder aus. ;)

wie gesagt: es handelt sich um links. zu banal für irgendwas. würde es hier um konkreten content (zb in form von herunterladbaren dateien, programmen oder wasauchimmer) handeln, hätte die freeware/free for fee-variante einen besseren stand und wäre auch zu vertreten. aber menschenskinner - doch nicht bei links (also bloßen erwähnungen)!

... link


... post your answer!