Claas Relotius mit einem indirekten Plädoyer, weil deutlichem Beispiel
für die Notwendigkeit, Anonymität im Netz zuzulassen.



  

spricht sich langsam herum - sogar der deutsche Innenminister scheint das Thema nur noch sporadisch zu verkennen, um danach auf "Missverständnis" zu plädieren.

Ich empfehle seit 2004 z.B. Wendy Seltzer: "The Importance of Anonymity" (E) - die Hinweise, Gedankengänge und Links dort erleichtern das Verständnis erheblich.
Gleichwohl bin ich skeptisch: Vermutlich wird das Thema in der Tradition biedermeierlichen Bürgertums (und damit verwandter Positionen) auch in Zukunft ein Problem bleiben.

Hier das Kontrastprogramm.



  

Er hat es wohl heute Nacht vollzogen.

An diesem Wesen schieden sich die Geister - manchmal, oder auch nicht. Jedenfalls war der Zitterwolf ein Provokateur, der seine Opfer auf die Palme bringen konnte, meistens jenseits des guten Geschmacks, bisweilen wohl auch jenseits der Legalität, aber kaum ohne heftige, manchmal nicht ganz einfache, ja häufig grenzwertige (Denk-)Anstöße, selten einfach nur banal.

Offensichtlich hasste es Kleingeister - und war sich dabei seiner eigenen, doch sehr menschenähnlichen Beschränkungen nicht bewusst; ein Dilemma vieler intellektueller Gedankengänger, das schon Faust beschäftigte ...

Ich habe mich mit diesem Wesen nicht nachhaltig auseinandersetzen müssen - es hat dieses Blog nicht wirklich tangiert, vielleicht auch weil Ironie und Sarkasmus nur mit einem Lächeln quittiert wurden, spätestens als die Provokation gelungen war.

Andernorts blieben dagegen offenbar heftige Wunden zurück - eine beispielhafte Diskussion ist noch hier dokumentiert.

Wie man auch in der Sache dazu stehen mag: Das Phänomen Zitterwolf gab und gibt weiterhin reichlich Anlass über die Meinungsfreiheit nachzudenken.