Die Stuttgarter Zeitung zitiert in ihrem Leitartikel vom 2.10.2003 - "Kopftuch entzweit Landesregierung" - Alice Schwarzer auf den ersten Blick unerwartet, aber lesenswert konsequent:

"... Die Feministin Alice Schwarzer warf Kirchen und Parteien "fatale Verharmlosung" vor. Die Ablehnung des Kopftuchs sei Ausdruck der Verteidigung des Rechtsstaats, nicht Zeichen einer Angst vor Fremden. Das Kopftuch sei ein politisches Symbol fundamentalistischer "Gottesstaatler", die muslimischen und anderen Ländern "unmenschliche Gottesgesetze" aufzwingen wollten und Demokratien bekämpften. Auch in muslimischen Ländern gelte das Kopftuch als "Flagge der Gottesstaatler". In Ländern, in denen Frauen nicht "unter Todesdrohung dazu gezwungen werden", trage nur eine Minderheit Kopftuch oder Tschador. Bei der Ablehnung des Kopftuchs gehe es darum, die Trennung von Kirche und Staat als "mühsam erkämpfte Errungenschaft der Aufklärung" zu verteidigen. Sie kritisierte die in Deutschland "grassierende Pseudotoleranz". Sie sei besonders bei Liberalen und Linken verbreitet."

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Summary:
Link to a an article of German newspaper Stuttgarter Zeitung citing the well-known German feminist Alice Schwarzer as critic against religious symbols of islam as political statements.



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