Mittwoch, 14. September 2011

"Ob Ministerialbeamte, Staatssekretäre oder Mitarbeiter von Politikern: wenn die Mikrofone aus sind, die Anhörungen und Beratungen vorbei, offenbaren die Klugen unter ihnen, ganz privat natürlich, dass sie die Sorge um eine Zukunft teilen, in der die Bürgerrechte vom Staat nur noch quasi gnadenhalber gewährt werden. [...]

Die Werkzeuge, um gesellschaftliche Veränderung zu unterdrücken, wenn es denn politisch gewollt ist, sind nunmehr vorhanden und installiert. Die umfassende Mobiltelefonüberwachung in Sachsen gibt einen Vorgeschmack, wie der Missbrauch ablaufen kann. Sich darauf zu verlassen, dass in Zeiten von Finanzmarktzusammenbrüchen, aufbrechenden sozialen Verwerfungen und kommenden Ressourcenkrisen die Mittel, die unter dem Banner der Terrorismusbekämpfung geschaffen wurden, zurückhaltend und wohlüberlegt zum Einsatz gebracht werden, ist etwas für naive Staatsgläubige, nicht für mündige Bürger."

Frank Rieger mit einem bemerkenswerten Plädoyer, für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.



  
Donnerstag, 1. September 2011

Depeschen-Desaster in sechs Akten" (Christian Stöcker für Spiegel-Online.de)



01.09.2011, Topic 1.. Datenpannen und Datendiebstahl -   
Dienstag, 9. August 2011

spricht sich langsam herum - sogar der deutsche Innenminister scheint das Thema nur noch sporadisch zu verkennen, um danach auf "Missverständnis" zu plädieren.

Ich empfehle seit 2004 z.B. Wendy Seltzer: "The Importance of Anonymity" (E) - die Hinweise, Gedankengänge und Links dort erleichtern das Verständnis erheblich. Gleichwohl bin ich skeptisch: Vermutlich wird das Thema in der Tradition biedermeierlichen Bürgertums (und damit verwandter Positionen) auch in Zukunft ein Problem bleiben.

Hier das Kontrastprogramm.



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